Philosophieren

Aktuelle Termine:

Weingarten
22. März 2020, 10:30 im Kulturzentrum LINSE

MYTHOS. Wie wir die Welt verstehen

Fast jeder kennt alte Schöpfungsgeschichten, Erzählungen von Sintfluten oder von Göttern und Heroen wie Zeus, Sisyphos, Herkules und Odysseus. Überholte, naive Geschichten? Die Philosophie des 20. Jahrhunderts sieht das ganz anders: Mythologie ist eine erklärungskräftige und mächtige Form des Weltverstehens, die die großen Fragen nach dem Woher und dem Sinn stellt, und dem die Wissenschaft nichts an die Seite zu setzen hat. Kein Wunder, dass unser Denken nach wie vor von Mythen durchsetzt ist – bis hin zum vielleicht größten Mythos überhaupt: dem der angeblich aufgeklärten Vernunft.

 

Gauting
Sonntag, 1. März 2020, 20:00 Uhr im BOSCO Foyer

DAS ÜBERFORDERTE SELBST. Vom Gehorsam zum Selbstentwurf

In den archaischen Gesellschaften war alles, was zu tun war, in Ritus und Tradition geordnet. Und in der Antike hat man die Muße geschätzt, nicht die Arbeit. Mit dem Beginn der Neuzeit verbreitet sich das moderne Arbeitsethos: Gewinnstreben, Verlässlichkeit und moralische Disziplin werden zum Maßstab des guten Lebens. In der spätmodernen Gesellschaft ist jeder einzelne selbst verantwortlich für Arbeitsleistung und Erfolg. Das macht eine Kritik an den Arbeitsverhältnissen praktisch unmöglich. Beutet der moderne Mensch sich selbst aus? Was hilft aus der Überforderung?

 

„Wie lebt man ein gutes Leben?“, fragt Prof. Joachim Kunstmann im zweiten Vortrag der Ökumenischen Erwachsenenbildung zum Thema „Heil und Heilung“.