Philosophieren

Aktuelle Termine:

Weingarten
23. Februar 2020, 10:30 im Kulturzentrum LINSE

MORAL. Wo bleibt der Anstand?

Moral, Vernunft und die Würde des (denkenden) Menschen haben seit der Antike eine Einheit gebildet. Was aber geschieht mit der Moral, wenn Nietzsche sie als Anpassung an die Masse entlarvt, die nur aus Angst geschieht? Dann ist Moral eine Schwäche. Und was, wenn heute eine ökonomisch strukturierte Welt die Moral dem Nutzen und dem Kalkül unterordnet? Dann verschwinden Anstand und Respekt, und unsere allgemeinen Werte sind nicht die, die uns gut tun. Welches Verhalten ist sinnvoll?

 

Gauting
Sonntag, 1. März 2020, 20:00 Uhr im BOSCO Foyer

DAS ÜBERFORDERTE SELBST. Vom Gehorsam zum Selbstentwurf

In den archaischen Gesellschaften war alles, was zu tun war, in Ritus und Tradition geordnet. Und in der Antike hat man die Muße geschätzt, nicht die Arbeit. Mit dem Beginn der Neuzeit verbreitet sich das moderne Arbeitsethos: Gewinnstreben, Verlässlichkeit und moralische Disziplin werden zum Maßstab des guten Lebens. In der spätmodernen Gesellschaft ist jeder einzelne selbst verantwortlich für Arbeitsleistung und Erfolg. Das macht eine Kritik an den Arbeitsverhältnissen praktisch unmöglich. Beutet der moderne Mensch sich selbst aus? Was hilft aus der Überforderung?

 

„Wie lebt man ein gutes Leben?“, fragt Prof. Joachim Kunstmann im zweiten Vortrag der Ökumenischen Erwachsenenbildung zum Thema „Heil und Heilung“.