Philosophieren

Aktuelle Termine:

Weingarten

Sonntag 12. Februar, 10:30 Uhr

NARZISSMUS UND SCHAM
Ohnmachtserfahrung und Sehnsucht nach Liebe
Scham ist die Erfahrungen des Ausgesetztseins, mit der sich der Mensch so schwer tut wie mit kaum einer anderen Erfahrung – mehr noch als mit der Schuld. Scham einzugestehen, gar über sie nachzudenken, fällt entsprechend schwer. Ist es Zufall, dass die Scham in der abendländischen Philosophie immer nur am Rande Thema war? Wie die Erzählung von der Vertreibung aus dem Paradies zeigt, ist sie eher in der Religion zu hause. Zur offenen Frage wird sie wieder bei Nietzsche. In der narzisstischen Selbstbespiegelung, der Sehnsucht nach Liebe und der hohen seelischen Verletzlichkeit des Menschen wird die Scham heute zur verdeckten Grundfrage des Lebens.

 

Gauting

Sonntag, 5. Februar 2023, 20:00 Uhr

SINN des Lebens

Zwischen Absurdität und Bedeutsamkeit

Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird erst in der Aufklärung explizit gestellt, sie ist allerdings so alt wie die Philosophie selbst. Der Mensch fragt nach dem, was Zweck seines Tuns sein kann und was überhaupt Bedeutung hat. Taucht die Frage aber einmal auf, ist sie bereits ein Hinweis auf Sinn-Verlust. Das bohrende Gefühl von Sinnlosigkeit kennen bereits die mittelalterlichen Mönche. Im modernen Leben ist es weit verbreitet. Welchen Sinn hat eine Welt, die nach technischen und ökonomischen Effizienzen fragt, immer weniger aber nach dem, was dem Menschen gut tut? Was gibt unserem Dasein Wert und Bedeutung?

 

„Wie lebt man ein gutes Leben?“, fragt Prof. Joachim Kunstmann im zweiten Vortrag der Ökumenischen Erwachsenenbildung zum Thema „Heil und Heilung“.