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Bücher in Kurzform

Dissertation
Meine Dissertation „Christentum in der Optionsgesellschaft. Postmoderne Perspektiven (1997)” stellt den Versuch einer Analyse des Christentums unter modernen Bedingungen dar. Fern der viel zitierten „Beliebigkeit“ ist die postmoderne Philosophie ein genaues Analyseinstrument, das dem Ernstnehmen moderner Pluralität gilt. Diese hat in Kirche, Frömmigkeit und Theologie bereits zu bemerkenswerten, freilich oft unbewussten Innovationen geführt – stößt dort aber meist auf deutliche Ablehnung.

Habilitation
Meine Habilitation „Religion und Bildung. Zur ästhetischen Signatur religiöser Bildungsprozesse (2002)“ baut auf dieser Analyse auf. Sie beschreibt Defizite in der gängigen (oft einseitig rationalen) religionspädagogischen Theoriebildung, beschreibt den großen Bildungsgedanken bei den Klassikern von Meister Eckhart, über Humboldt und Schiller bis Nietzsche und verbindet ihn mit neuesten Theorieelementen vorwiegend aus der ästhetischen Philosophie, der Kunsttheorie und Einsichten der Lern- und Hirnforschung. Bildung und Religion erweisen sich als aufeinander verwiesene Grundlegungen einer eigenständigen religiösen Didaktik, die die religionspädagogische und praktisch-theologische Wende zu ästhetischen Themen hin aufnimmt. Sie nimmt ihren Ausgangspunkt immer wieder bei einer religiösen Kulturhermeneutik und orientiert sich am Vollzug gelebter Religion, um die Logik christlichen Lebens und Weltverstehens aufzuschließen.

Lehrbuch Religionspädagogik
Diese Einsichten strukturieren mein Lehrbuch „Religionspädagogik (UTB, 2. Aufl. 2010)“, das die klassischen Arbeitsfelder des Faches für Studierende und Lehrende übersichtlich zugänglich macht. Es geht davon aus, daß eine Auftrennung der Religionspädagogik in die beiden Felder Schule („Religionspädagogik“) und Gemeinde („Gemeindepädagogik“) wenig sinnvoll ist, da in beiden grundlegende religionspädagogische Fragen zu verhandeln sind, ferner da es weitere Felder religiösen Lernens gibt (z.B. die Medien). Das Buch bezieht daher die gemeindlichen Arbeitsfelder ebenso mit ein wie die Religionsdidaktik und fragt nach dem Wesen religiösen Lernens. Besonderer Augenmerk ist auf die Lebenssituation in der späten Moderne, das Verhältnis von Jugend und Religion und auf ästhetische Zugangswege zum Christentum gelegt.

Heilende Religion. Grundlegende Texte von Eugen Drewermann. – Unter dem Titel „Bilder des Heils“ (4. Auflage Freiburg 2010 (2006), Neuausgabe 2013) sind hier Grundtexte von Drewermann versammelt, die eine Einführung in sein Denken ermöglichen: Glaube ist nicht der Gegenbegriff zum Unglauben, also zum Irrtum und zur Ketzerei – sondern zur menschlichen Angst. Religion hat die Absicht und die Kraft der Heilung.

Was ist Religiosität? – Die Beiträge dieses Buches, hg. zusammen mit H.-F. Angel u.a. (Religiosität. Anthropologische, theologische und sozialwissenschaftliche Klärungen, Stuttgart 2006) unternehmen eine detailgenaue und umfassende Erkundung der Religiosität. Die anthropologische, kulturhistorische, erkenntnistheoretische, psychologische, pädagogisch-bildungstheoretische, soziologische, theologische und forschungsgeschichtliche Annäherung ergeben eine vielperspektivische Erschließung des Phänomens.

Religiöse Kulturhermeneutik
Unter dem Blickwinkel einer religiösen Kulturhermeneutik hat sich als weiteres Arbeitsfeld der Zusammenhang von Religion und populärer Kultur ergeben, in der sich das veränderte religiöse Verstehen abbildet. In Zusammenarbeit mit PD Dr. Ingo Reuter (Mönchengladbach) liegt jetzt mit „Sinnspiegel. Theologische Hermeneutik der populären Kultur (Paderborn 2009)“ eine Studie vor, die die theologische Deutung ins Zentrum stellt.

Das Christentum in der Gegenwart
Meine Studie „Rückkehr der Religion. Glaube, Gott und Kirche neu verstehen (2010)“, geht von der verbreiteten, religionssoziologisch belegbaren und inzwischen auch öffentlich erkennbar wachsenden Distanz zu christlichen Glaubensaussagen aus und fragt nach den Ursachen des wachsenden Abstandes zwischen Christentum und moderner Kulturentwicklung. Die etablierte christliche Kultur steht allzu oft im Widerspruch zu Aussagen und Verhalten Jesu; „Glaube“ und „Kirche“, das wird auch in der historischen Entwicklung gezeigt, stehen im Kontrast zum Begriff „Religion“ und können auch christlich angefragt werden. Die Beschreibung des Christlichen als Religion dagegen eröffnet kritische und überraschend plausible Perspektiven seiner neuen Einzeichnung in die moderne Lebenswelt.

Anleitung zu einer persönlichen Religionspraxis
Das Buch „Leben eben! Religion für Sinnsucher – eine Anleitung (2013)“ geht den großen Fragen der Menschen heute nach: Wer bin ich, wie kann ich mich selbst akzeptieren? Wo ist Gott, das Heilige oder die tiefere Bedeutung der Wirklichkeit? Was ist der Sinn meines Lebens, und wo finde ich Liebe? Schließlich: Welche Entscheidungen soll ich treffen, und wie führe ich ein genussvolles, präsentes und erfülltes Leben? Dazu werden oft überraschend aktuelle christliche Einsichten zitiert und konkrete Hinweise auf eine kluge, selbstgestaltete Religionspraxis gegeben.

Religiöse Bildung heute
Unter dem Titel einer „Subjektorientierten Religionspädagogik“ liegt jetzt ein Konzeptionsvorschlag vor, der Religion als symbolische Lebensdeutung begreift. Er macht Lebenserfahrungen und Existenzfragen des Einzelnen zum Ausgangspunkt religiöser Bildung, nicht mehr irgendwelche vorgegebenen Traditionsgehalte. Diese behalten ihre grundlegende Bedeutung als Medien religiöser Erfahrungen. Nur die Symbolisierung der eigenen Erfahrung freilich macht religiös sprachfähig und lässt allererst begreifen, was es mit Religion auf sich hat. Religiöse Erfahrungen spielen dabei eine wichtige Rolle.